GermanRock v2.0 - Немецкая рок музыка в России

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Splitter (2009)

1. Intro: "Präludium"
Instrumental

2. Ahasverus (1993)
Ahasverus, das Haupt eines Muskelmenschen,
Wie wir ihn von der Anatomie her kennen:
Die Fasern der Muskeln, die Nervenbahnen
Liegen schmerzhaft bloss;
Angstvoll metastasierendes, violettes Fleisch.
Die Augen - Augäpfel ohne Pupillen - blutrot geädert,
Sehen blind aus rotgeränderten Schlitzen.
Ahasverus!
Schollen von Kontinenten, die ins Chaos treiben,
Arkaden von Gefühlen, um die sich Arterien klammern.
Und wieder das Gesicht jenes ahasverischen Wanderers:
Das Gesicht, von dem die Schmerzen
Eines Weltbrandes kunden!
Ahasverus!

3. Schritte (1993)
Ich kenn' den Weg nicht, noch das Ziel,
Doch bin bereit, danach zu suchen!
Von meiner Hoffnung blieb nicht viel -
Ich halte Ausschau nach den Spuren!
Wie früher schreib' ich dies Gedicht
Ganz ohne Strom im Kerzenlicht,
Denn dunkel ist die ganze Stadt,
Die doch so viele Lichter hat!
Frag' nicht den Wind, er wechselt viel zu oft!
Sei wieder Kind - lass' es geschehen:
Die Schritte mit dem Wind verwehen!
Die Tränen doch nur Wasser sind;
Sie fliessen viel zu oft!
Sei wieder Kind - lass' Schritte mit dem Wind verwehen!
Die Hoffnung wohnt in den Gedanken;
In dunklen Stunden, hinter Schranken;
In Kleidern, die längst nicht mehr passen;
In den Momenten, die wir hassen.
Ich kenn' den Weg nicht, noch das Ziel,
Doch bin bereit, danach zu suchen!
Ich höre Schritte fern im Dunkel
Und halte Ausschau nach den Spuren!
Frag' nicht den Wind...

4. Jungfrauenquelle (1993)
Mein weisser Körper ruht, wo schändlich ich gemordet,
Aus meinen Lenden - unberührt - ein Quell aus Gottes Gnaden sprudelt.
Aus Gottes Gnaden, doch: gleich zur Warnung auch!
Aus Gottes Gnaden, doch: gleich zur Warnung auch!
Wie Feuer scheint der Himmel, doch für mich schwarz hinfort,
Wie unter Leichentuche ruh' ich an diesem Ort.
Aus Gottes Gnaden, doch: gleich zur Warnung auch!
Aus Gottes Gnaden, doch: gleich zur Warnung auch!
Mir ist, als ströme mein Blut gleich einer Quelle,
Ich höre, wie es murmelnd fliesst,
Wie es schluchzend sich ergiesst.
Doch betaste ich mich vergebens, die Wunde zu entdecken.

5. Love Never Dies! (1993)
I'm sure that I know you - it even seems like centuries.
Perhaps we know each other for a million years now?
Maybe I met you long before the human race?
But today I feel like I saw you the first time.
Love never dies!
Why don't you believe me? It is so hard to explain!
Centuries have passed - my life was cold and empty!
Now I'm back again and everything is strange.
But one thing's still true: Our love will last forever!
Love never dies!
Now we are together - and no power in the world
Will ever have the might to come again between us!
Our life will start from now on to forever
Once again we'll fly together into infinity!
Love never dies!

 

6. Es atmet! (1994)
„Als seine Zeit gekommen war, höre er das alte Haus, das schon seit Jahr-hunderten einsam an dem dunklen Weiher stand, ihn rufen. Nichts dehnte sich so lange wie die lahmen Tage, und unter schweren Flocken schneeverhange-ner Jahre die Langeweile, Ausgeburt der dumpfen Teilnahmslosigkeit."
Des Abends, wenn die Sonne versinkt,
Bin ich gefangen in diesen Mauern.
Auf weichem Lager ruhe ich und höre wie die Balken flüstern.
Mondlicht scheint zu mir herein,
Gedämpft von purpurfarbnen Tüchern.
Der Geist des Hauses ist in mir -
Lässt mit ihm jetzt eins mich sein.
Es atmet! Es lebt!
Schweigend redet es mit mir - wiegt mich zärtlich in den Schlaf!
„Er war ein altes Boudoir voll welker Rosen; ein vereinsamt ausgebleichtes Bild. Die Erde war in einen feuchten Kerker verwandelt worden, wo die Hoff-nung, wie eine Fledermaus mit scheüm Flügel, die Mauern entlang streicht und mit dem Kopf an fauliges Gebälk stösst. Doch das Haus rief ihn, und er folgte der warmen Stimme."
Des Nachts, wenn die Stimmen flüstern,
Bin ich geborgen in diesen Mauern.
Ich stehe auf der Galerie - das Licht bizarre Schatten wirft.
Die Vögel der Nacht ihre Lieder singen,
Gedämpft von grossen, schweren Scheiben.
Der Geist des Hauses ist in mir -
Lässt mit ihm jetzt eins mich sein.
Es atmet! Es lebt!
Schweigend redet es mit mir - wiegt mich zärtlich in den Schlaf!

7. Daheim (1995)
Ein kalter Wind streift mein Gesicht,
Hier im Nebel - ganz allein.
Das Leben hat mich wieder,
Nach dieser Dunkelheit.
Bin ich daheim, oder ist alles nur ein Traum?
Bin ich daheim, oder ist alles nur ein Traum?
Gedanken drehen sich im Kreis.
Ich höre Stimmen, doch leise, fern.
Hände berühren mein Gesicht,
Doch ich...ich spür' sie nicht.
Bin ich daheim, oder ist alles nur ein Traum?
Bin ich daheim, oder ist alles nur ein Traum?

8. JADE (Hammerwerk-Mix)
Die Nähe hinter uns bewegt sich; was wir vergessen, töten wir.
An was wir denken, leben wir; was uns vergisst, das tötet uns.
Ich hörte einst von Zeiten reden, als es Dich für mich nicht gab.
Und hättґ ich Flügel, wie die Vögel, so wärґ die Sonne wohl mein Grab.
Ich fühle in der Welt nichts mehr -
Und sei es nur der Traum vom Gestern.
Ein letzter Ton in mir verklingt
Kein Zauberwort die Fluten zähmt.
Ich sehe in der Welt nichts mehr -
Und sei es nur das Rot der Sonne.
Ein letztes Bild vor mir erscheint,
Von Deiner Haut, die Jade gleicht.
Die Stille zwischen uns verklingt nun; was ich vergesse, ist nicht mehr.
An was Du denkst, das lebe ich; soll die Erinnґrung uns ruhig töten.
Ich hörte einst von Zeiten reden, als es mich für Dich nicht gab.
Und ich bräuchte keine Flügel, denn niemals flög' ich fort von Dir.
Und ist auch in der Welt nichts mehr -
So sei es unser Traum vom Gestern.
Ein erster Ton in uns erklingt,
Kein Zauberwort muss uns mehr retten.
Und ist auch in der Welt nichts mehr -
So sei es nur das Rot der Sonne,
Das mir mein Bild von Dir erhellt,
Von Deiner Haut, die Jade gleicht.

9. Nach dem Erwachen (Remix, 2004)
Ich schlag' die Augen für Dich auf
Und lass' die Träume hinter mir.
Der Mond ertrank einst neben Dir
Im Fluss der Tränen, dessen Lauf
Den Weg, der immer unser schien,
Wohl kreuzte viel zu oft. Ich ging
Den Weg zurück und hab' gehofft,
Dich dort ein letztes Mal zu seh'n!
Sag' mir: Wer zeigt Dir den Weg?
Wer stellt Dir die Richtung ein?
Wer führt Dich aus diesem Tal?
Sag' mir: Wer wird bei Dir sein?
Wer befühlt die Wunden schon,
Die das Erwachen in Dir schlägt?
Und hast Du wieder nichts bewegt,
So schlafe lieber wieder ein!
Ich schlag' die Augen zu für Dich
Und lass' die Wahrheit hinter mir.
Die Sonne scheint nun neben Dir
Nur noch ein blinder Stern zu sein!
Den Weg, den Du mir nun erhellst
- Ihn kreuzen keine Wunden mehr!
Ich träume oft, wie es wohl wär'
Doch niemals mehr erwacht zu sein!
Sag' mir: Wer zeigt Dir...
Wer küsst die Lider Dir zur Nacht?
Wer tanzt in Morpheus' Reich mit Dir?
Wer hat die Türen zugemacht,
Die führten Dich im Traum zu mir?
Wer führt Dich im Traum zu mir?

10. Sturmwind (Gothic-Mix, 2008)
Hinfällig, wie der Staub auf Pergamenten
Wird hier Dein Leben dereinst schliesslich enden
Wie sonst im Abendlicht des Herbst vereint -
Dann nichts und niemand Dich zu missen scheint.
Du loses Blatt im Sturmwind der Gezeiten
Du stürzt Dich blindlings in die Dunkelheiten
Im Fiebertraum von längst vergang'nem Tag
Als Deines Herzens Sehnsucht man Dir nahm.
Du loses Blatt im Sturmwind Deines Lebens
Du siehst Dich steh'n und weisst: Es war vergebens
Im Dunkel gehend wusstest Du ums Licht
Nun bist Du da und siehst es trotzdem nicht
Dein Name, Deine Zeit, Dein Ruhm und Stand
Verschwinden werden wie die Handvoll Sand
Denn jedes Ding ist zum Verfall bestimmt
Der kommen wird und Dich auch mit sich nimmt.
Du loses Blatt im Sturmwind...

11. Splitter (2009)
Reisse Deine Wurzeln aus dem Boden des gelobten Lands!
Verschliesse Deine Ohren für die Worte Deines Todesboten!
Bau' für fremde Götter Deiner neuen Herren Kathedralen!
Lass es Deine Brüder spüren - lass es Deine Kinder zahlen!
Auf allen Pfaden folgen mir die Splitter der Vergangenheit;
Begleiten mich im Jetzt und Hier - verfolgen mich in Ewigkeit!
So viele Farben muss ich tragen; zu zählen ich sie nicht vermag.
Vermischt, verblasst und abgetragen,
Schicht um Schicht und Schlag auf Schlag.
Zu tief sitzt alles, was geschehen:
Das Schwarz und Weiss, die Angst, das Ende.
Gegenüber steh'n die Bösen -
Dass Deine Augen ich Dir blende!
Auf allen Pfaden folgen mir...
Schwenk' Du nur Deine Fahne - wir stehen hinter Dir!
Was ist es, das ich ahne? Die Leere hinter mir?
Wo sind sie nur?
Auf allen Pfaden folgen mir...
Heute hab' ich's dann kapiert, wie hilflos dieses Chaos macht.
Ich möchte neue Farben tragen,
Doch diese sind noch viel zu blass!

12. Jede Nacht (2009)
Müsste nicht so langsam die Sonne wieder scheinen?
Gibt es keine Engel, die es gut mit uns meinen?
Bin gefangen in Nächten, wo ich nicht schlafen kann;
Und nur Du allein bist schuld daran.
Ich suche den Weg aus der Dunkelheit -
Den Weg, der mich von Dir befreit.
Und am Ende der Nacht, da ist ein Licht;
Doch sag' mir: Warum erreiche ich es nicht?
Denn jede Nacht, da wird es kalt und still;
Endlose Träume, die ich nicht will.
Ich falle ins Nichts - die Zeit hält mich fest.
Jede Nacht ohne Dich, die mich leise sterben lässt.
Müssten nicht so langsam die Sterne wieder glänzen?
Will Dir so viel sagen, doch auch Worte haben Grenzen.
Viel zu nahe bist DU hier bei mir geblieben;
Zeit für Dich zu gehen - ich will Dich nicht mehr lieben!
Will nicht mehr an Dich denken, Träume sterben leise;
Nacht für Nacht erfrier' ich auf der gleichen langen Reise.
Und ist der Weg auch weit aus dieser Nacht,
Bin ich doch mit einem Lächeln aufgewacht!
Denn jede Nacht, da wird es kalt und still...

13. Es gibt kein Nein (2009)
Bald schon bröckeln Monumente
unserer aussichtslosen Welt
Bis am Rand der Firmamente
auch der letzte Vorhang fällt
Du ruhst ganz still an meiner Bahre,
dass ich von meinem Tod erfahre
Damit ich weiß, ich bin ein Teil von dir,
und dass du leidest hier bei mir
Dass du leidest hier bei mir
Das Meer, so schön, sieh hin, es geht
wie Tag zur Nacht, wie Nacht zum Tag
Der Abend kommt, die Tage gehen,
doch himmelwärts wir Träume sehen
Da ist kein Nichts, das kann nicht sein,
sei es auch klein, es ist da
Und jetzt weiß ich es ganz gewiss:
Es gibt kein Nein, es gibt nur Ja
Sind wir nicht die kalten Krieger,
wir stehen still in Raum und Zeit
Bald schon fallen unsere Masken,
wir Helden der Vergangenheit
Dass dies kein Traum ist, will ich spüren,
mein Tod soll wie mein Leben sein
Du sollst nur kurz noch bei mir wachen,
denn bald, da werd ich nicht mehr sein
Da werd ich nicht mehr sein
Das Meer, so schön, sieh hin, es geht
wie Tag zur Nacht, wie Nacht zum Tag
Der Abend kommt, die Tage gehen,
doch himmelwärts wir Träume sehen
Da ist kein Nichts, das kann nicht sein,
sei es auch klein, es ist da
Und jetzt weiß ich es ganz gewiss:
Es gibt kein Nein, es gibt nur Ja

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